Pressemitteilung zur SachbearbeiterInnenbewertung

Pressemitteilung

Berlin, 26.08.2010

Polizei und Jobcenter Hand in Hand gegen Erwerbslosenproteste

Seit einigen Wochen führt die Initiative Zusammen! Gegen das Jobcenter Neukölln an diesem eine Untersuchung durch. Im Rahmen dessen bewerten die so genannten „KundInnen“ des JobCenters Neukölln die Arbeit der SachbearbeiterInnen des JobCenters. Dies geschieht vor dem JobCenter auf einer Tafel. Die Bewertung findet in Form von Schulnoten statt, zur Erläuterung werden Kommentare verfasst, um so die Situation vor Ort sichtbar für alle darzustellen. Auch die SachbearbeiterInnen selbst sind oft interessiert, was Ihre KundInnen von ihrer Arbeit halten?. Bereits diesen Montag Vormittag interessierte sich zunächst auch der Sicherheitsdienst des JobCenters für die SachbeabeiterInnenbewertung, er fotografierte die Stellwand, auf dem die Namen und die Bewertung der SachbearbeiterInnen stehen. Am Donnerstag nahm die Berliner Polizei die Personalien der Menschen auf, die die Stellwand betreuten. Laut ihren Angaben verstosse diese Untersuchung gegen Datenschutzbestimmungen und stelle einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der MitarbeiterInnen des JobCenters dar.

„Diese Kriminalisierung unserer Untersuchung ist ein Skandal, täglich werden Tausende Erwerbslose von MitarbeiterInnen des JobCenters bewertet, viel Geld gibt die Agentur für Arbeit zur Erforschung der Situation von Erwerbslosen aus. Erwerbslose werden entwürdigt, stigmatisiert und nur als Kostenfaktor respektlos behandelt. Wenn jetzt eine Untersuchung zur Arbeit der Jobenter MitarbeiterInnen durch die Erwerbslosen unterbunden werden soll, zeigt es nur, dass es dem JobCenter selbst nicht um eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihren KundInnen geht, es liegt dem Jobenter scheinbar auch nicht darum vernünftige Arbeit zu leisten, das JobCenter will lieber geheim halten, statt sich öffentlichen Untersuchungen und Kritik zu stellen, wir lassen das nicht zu und ermutigen alle Erwerbslosen an unserer Untersuchung teilzunehmen.“, sagte Philip Stein von der Initiative. Auch das Aussprechen eines Hausverbots für einige Mitglieder der Initiative durch die Leitung des JobCenters schüchtert die Initiative nicht ein.

Am Freitag den 1.Oktober soll vor dem JobCenter Neukölln in der Mainzer Str. 27 (U-Bhf. Boddinstr.) der/die Kundenunfreundlichste Sachbearbeiter In zwischen 9 und 12 Uhr gekürt werden.


3 Antworten auf „Pressemitteilung zur SachbearbeiterInnenbewertung“


  1. 1 Thomas 24. Oktober 2010 um 14:00 Uhr

    Meine Frau war gerade mit einer Bekannten, Hartzerin, in diesem Jobcenter und hat sich dort auch einiges anhören müssen. Beispielsweise wurde der Bekannten eröffnet, dass sie von den Steuern der Steuerzahler lebt. Meine Frau (öffentlicher Dienst, so wie ich) war dermaßen perplex, dass sie erst einmal vor der Tür nachhallen ließ, was sie dort soeben gehört hat. Sie ist dann noch einmal rein zu den Sachbearbeiterinnen, die dann auf Vorhalt diese Äußerung jedoch bestritten. Diese Woche werden noch die Namen der Damen ermittelt und dann gibt es eine freundliche Beschwerde. Was bilden die sich eigentlich ein. Leben ja auch vom Steueraufkommen oder glauben die, sie erwirtschaften etwas?

  2. 2 Elfchen 04. November 2010 um 1:25 Uhr

    dat ich nicht lache !!!
    das sind doch alles keine ausgebildete kräfte, alles nur leihen
    die vier wochen ein träning machen und dann auf die menschheit losgelassen werden.
    alle sacharbeiter sind nicht in der lage richtig und sauer zu arbeiten . alles muss mann dreifach an papieren bringen dann schickanin mann dich und am ende wirsnoch schlimmer…
    ich denke da hätte mal unsere liebe arbeitsministerin was tuhn müssen …

  3. 3 Elfchen 10. November 2010 um 0:58 Uhr

    keinen komentar

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.